Die Geschichte des deutschen Weins
2000 Jahre Weinkultur: von den Römern über Klöster und Karl den Großen bis zu den Rückgängen im deutschen Weinbau.

Die Weinkultur in Deutschland ist etwa 2000 Jahre alt. Die Römer prägten den Weinbau an Rhein und Mosel.
Im 3. Jahrhundert förderte Kaiser Probus (Regierungszeit 276–282 n. Chr.) den Weinbau in Teilen des Römischen Reiches.
Karl der Große regelte im Capitulare de villis auch Aspekte des Weinbaus und der Weinbereitung.
Klöster spielten eine wichtige Rolle im Weinbau. 1136 wurde Kloster Eberbach von Zisterziensern aus Clairvaux gegründet. Im 15. Jahrhundert entwickelte sich sein Weingut zum größten auf deutschsprachigem Boden.
Um 1500 war der Weinbau weit verbreitet; danach gingen die Rebflächen unter anderem aufgrund klimatischer Veränderungen, verbesserter Bierherstellung und Weinimporten zurück.
Verschiedene Faktoren führten zu Rückgängen
- Klimatische Veränderungen, unter anderem kühlere Phasen der sogenannten „Kleinen Eiszeit“; die zeitliche Einordnung ist regional unterschiedlich.
- Reblauskrisen und weitere Rebenkrankheiten im 19. Jahrhundert.
- Kriege, darunter der Dreißigjährige Krieg und die beiden Weltkriege.
- Konkurrenz durch Bier und Weinimporte.
Diese Faktoren wirkten je nach Region und Zeitraum unterschiedlich; sie erklären den Rückgang nicht als einen überall gleichen Vorgang. Nicht ausreichend belegte Einzelanekdoten und eine ungesicherte mittelalterliche Flächenzahl werden hier nicht als gesicherte Tatsachen wiedergegeben.
Quellen und Prüfstand
Fachlicher Prüfstand: 14.10.2026. Jahreszahlen bei Flächenangaben bezeichnen das Berichtsjahr, nicht das Abrufjahr.